Maui: die schönste Hawaiiinsel?

Es ist oft zu lesen, dass Maui die schönste Insel von Hawaii ist. Wir können uns nicht entscheiden, welche von den drei bisher besuchten Inseln uns am besten gefallen hat. Jede der Inseln hat unfassbare schöne Ort.

Auf Maui war unsere Unterkunft in Lahaina, der früheren Hauptstadt von Hawaii. Sie liegt direkt am Wasser und ist ein herrlicher Ort mit kleinen Geschäften und Restaurants und vielen Galerien (unglaublich wie viele verschiedene es dort gibt). Und hier soll es das beste shaved ice geben, dass sogar preisgekrönt ist wg. des guten Geschmacks und der natürlichen Inhaltsstoffe – wir fanden es sehr lecker 🙂

Zu den Topsehenswürdigkeiten auf Maui gehören neben dem Schnorcheln (was wir bisher noch nicht gemacht haben) die Road to Hana und der Haleakala, ob wir beides wohl auch mit auf dem Plan hatten 😉 – Na klar!

Unser erster Ausflug führte uns auf die Road to Hana, an der nordöstlichen Küste Mauis entlang. Die knapp 100 Kilometer lange Panoramastrecke hält 600 Kurven und 60, größtenteils einspurige, Brücken bereit. Durch ihre Bekanntheit ist entsprechend viel los, doch von dem teils hohen Verkehrsaufkommen haben wir uns nicht stören lassen und stattdessen die Sonne und die Gegend genossen: es gab spektakuläre Ausblicke auf üppigen Regenwald, rauschende Wasserfälle, botanische Gärten und imposante Klippen, die sich majestätisch über den Pazifik erheben. Die Verpflegung entlang der Strecke ist kein Problem: überall werden Leckereien angeboten. Von Shrimps, Burgern, Obst bis hin zum Bananenbrot und selbst gemachtem Eis ist alles zu haben.

Am nächsten Tag ging es in den Nordwesten von Maui, zu den West Maui Mountains und in das Iao Valley (das Tal der Könige), ein weiteres Beispiel für die Schönheit Hawaiis. Die West Maui Mountains bilden nur eine kleinen Teil von Maui, ca. 75 Prozent nimmt der ruhende Vulkan Haleakala ein, der sich auf eine Höhe von 3.000 m erstreckt. Das Ausmaß verdeutlich der Kraterumfang: 34 Kilometer, er ist damit einer der Größten der Erde.

Einen Sonnenaufgang am Vulkankrater zu erleben ist hier möglich. Seit einigen Jahren ist für den Besuch in der Zeit zwischen 3:00 – 7:00 Uhr eine Genehmigung erforderlich, um die Besucherzahlen zu begrenzen. Tickets, um selbst mit dem Auto hoch zu fahren, haben wir leider nicht mehr bekommen. Dafür jedoch Restkarten für eine Tour mit dem Kleinbus. Das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt, seht selbst 🙂

Auf Maui gibt es eine Vielzahl von Stränden, egal wann und wo man am Wasser unterwegs ist, wagemutige Surfer sieht man immer. An den Stränden hatten wir leider immer etwas Pech mit dem Wetter, daher nehmen wir uns fest vor auf Kauai, der letzten Hawaiiinsel unserer Reise, mehr Zeit an den Stränden zu verbringen und uns auch mal in die Wellen zu stürzen – wenn auch vermutlich ohne Surfbrett 😉

Auf nach Kauai…. 😎

Big Island: Die Vulkaninsel

Nach Oahu waren wir auf Hawaii Island, welche meist als „Big Island“ bezeichnet wird. Sie ist ungefähr doppelt so groß wie alle anderen Inseln des Hawaii-Archipels zusammen. Um nicht nur im Auto zu sitzen, haben wir unseren Aufenthalt unterteilt und 2 Nächte in Kailua-Kona und 2 Nächte in Hilo verbracht.

Die Insel ist durch ihre gewaltigen Vulkane geprägt. Unser erstes Ziel war daher ganz klar, der Volcanoes Nationalpark. Er ist eines der großen Highlights von Big Island. Angeblich sogar der meistbesuchte Nationalpark in den USA. Man kann hier aktiven Vulkanen so nahe sein und die Auswirkungen früherer Eruptionen und Lavaströme von Aussichtspunkten, aus dem Auto oder auf Wanderungen bestaunen. Durch den letzten Ausbruch 2018 sind allerdings einige Aussichtspunkte, das Jagger Museum und teilweise der Crater Rim Drive, dauerhaft geschlossen. Bis Mai 2018 befand sich im Boden des Halemaʻumaʻu Krater ein aktiver Lavasee.

Einen Gegensatz zu Lava und Vulkanen bietet das Waipio Valley. Ein von Klippen umgebenes, fruchtbares Tal. Es ist von einem Aussichtspunkt zu überblicken oder über eine recht abenteuerliche Straße mit bis zu 25% Gefälle zu erreichen.

Absolutes Highlight für uns war die Fahrt auf den Vulkan Mauna Kea. Nach dem Waipio Valley konnte sich der Jeep hier ein zweites Mal beweisen 🙂 . Der Mauna Kea ist mit etwa 4.205 m der höchste Berg auf Hawaii. Er wird auch als höchster Berg der Erde angesehen, wenn sich dabei nicht auf die Meeresoberfläche bezogen wird, sondern auf den Fuß des Berges. Vom Meeresgrund bis zum Gipfel sind es 10.203 m. Oben auf dem Berg gibt es mehrere Observatorien, die zusammen die größte Sternwarte der Welt bilden. Bei angenehmen 15°C, Sonnenschein und nur leichtem Wind gab es eine grandiose Aussicht über die Insel, bis rüber zu Maui.

Auf dem Rückweg vom Mauna Kea hielten wir im Hawai’i State Parks in Hilo an. Eine hübsche Anlage mit vielen mächtigen Bayanbäume und dem Rainbow Fall. Für den Regenbogen waren wir zu spät, er war trotzdem hübsch anzusehen.

Big Island ist eine sehr abwechslungsreiche Insel. Sie hat elf von dreizehn Klimazonen. Es ist also gut möglich, dass man an einem Tag verschiedenste Vegetationen sieht.

Im Vergleich zu Oahu ist Big Island teilweise ganz anders, jede Insel hat ihre ganz eigene Faszination und Schönheit.