Nach Oahu waren wir auf Hawaii Island, welche meist als „Big Island“ bezeichnet wird. Sie ist ungefähr doppelt so groß wie alle anderen Inseln des Hawaii-Archipels zusammen. Um nicht nur im Auto zu sitzen, haben wir unseren Aufenthalt unterteilt und 2 Nächte in Kailua-Kona und 2 Nächte in Hilo verbracht.
Die Insel ist durch ihre gewaltigen Vulkane geprägt. Unser erstes Ziel war daher ganz klar, der Volcanoes Nationalpark. Er ist eines der großen Highlights von Big Island. Angeblich sogar der meistbesuchte Nationalpark in den USA. Man kann hier aktiven Vulkanen so nahe sein und die Auswirkungen früherer Eruptionen und Lavaströme von Aussichtspunkten, aus dem Auto oder auf Wanderungen bestaunen. Durch den letzten Ausbruch 2018 sind allerdings einige Aussichtspunkte, das Jagger Museum und teilweise der Crater Rim Drive, dauerhaft geschlossen. Bis Mai 2018 befand sich im Boden des Halemaʻumaʻu Krater ein aktiver Lavasee.

Blick in die Caldera des Kīlauea
Einen Gegensatz zu Lava und Vulkanen bietet das Waipio Valley. Ein von Klippen umgebenes, fruchtbares Tal. Es ist von einem Aussichtspunkt zu überblicken oder über eine recht abenteuerliche Straße mit bis zu 25% Gefälle zu erreichen.

Blick vom Waipiʻo Valley Aussichtspunkt
Absolutes Highlight für uns war die Fahrt auf den Vulkan Mauna Kea. Nach dem Waipio Valley konnte sich der Jeep hier ein zweites Mal beweisen 🙂 . Der Mauna Kea ist mit etwa 4.205 m der höchste Berg auf Hawaii. Er wird auch als höchster Berg der Erde angesehen, wenn sich dabei nicht auf die Meeresoberfläche bezogen wird, sondern auf den Fuß des Berges. Vom Meeresgrund bis zum Gipfel sind es 10.203 m. Oben auf dem Berg gibt es mehrere Observatorien, die zusammen die größte Sternwarte der Welt bilden. Bei angenehmen 15°C, Sonnenschein und nur leichtem Wind gab es eine grandiose Aussicht über die Insel, bis rüber zu Maui.

Blick vom Mauna Kea in 4.000m Höhe 
Super Aussicht 🙂
Auf dem Rückweg vom Mauna Kea hielten wir im Hawai’i State Parks in Hilo an. Eine hübsche Anlage mit vielen mächtigen Bayanbäume und dem Rainbow Fall. Für den Regenbogen waren wir zu spät, er war trotzdem hübsch anzusehen.

Rainbow Falls in Hilo
Big Island ist eine sehr abwechslungsreiche Insel. Sie hat elf von dreizehn Klimazonen. Es ist also gut möglich, dass man an einem Tag verschiedenste Vegetationen sieht.
Im Vergleich zu Oahu ist Big Island teilweise ganz anders, jede Insel hat ihre ganz eigene Faszination und Schönheit.