Kariega Game Reserve

Nach den tollen Erlebnissen im Addo-Elephant-Nationalpark ging es tierisch weiter. Die nächsten 2 Nächte war die Homestead Lodge im Kariega Game Reserve unser Zuhause. Mit einer eigenen Safari-Rangerin und eigenem Koch hatten wir die Freiheit, den Tag ganz nach unseren Wünschen zu gestalten. Homestead befindet sich in einem zurückgelegenen privaten Teil des Reservats. Insgesamt hatten wir hier 4 Safaris in einem offenen Jeep (3 am Tag und eine in der Nacht). Niemals hätten wir gedacht, dass wir wilden Tieren so nah kommen werden.

Bei unserer ersten Safari haben wir viele verschiedene Tiere in einem Tal gesehen. Ganz selbstverständlich vergnügten sich hier die Zebras, die Gnus, die Giraffen, die Nashörner, die Büffel und viele weitere Tiere zusammen. Ein besonderes Highlight waren die Tierbabys, auch Carry-Ann, unsere Rangerin, war so fasziniert vom dem drei Wochen alten Nashornbaby und von einem sehr neugierigen Giraffenkind. Bei den weiteren Safaris standen wir mehrfach am Rande (manchmal sogar mittendrin) in einer Elefantenherde. Einfach nur Wahnsinn, die Tiere haben sich nicht von unserem Besuch irritieren lassen, mal ein Blick zu uns rüber aber mehr auch nicht.

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Giraffen im Kariega

Teil einer Safari war auch eine Bootsfahrt auf dem Kariega River. Hier konnten wir am frühen morgen unter anderem Eisvögel beobachten.

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Bootsfahrt auf dem Kariega River

Auch die Elefanten trafen wir im Kariega wieder.

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Elefant im Kariega

Ein weiteres Highlight, für die Mutigen unter uns, war die Nachtfahrt. Am Tage hatten wir drei Löwinnen gesehen, die nach dem Fressen etwas versteckt ihren Mittagsschlaf genossen haben. Bei der Nachtfahrt haben sich auch die Löwen blicken lassen. Auch ein Flusspferd haben wir gesehen, am Tage leben sie nur im Wasser wegen der Sonne und ihrer sensiblen Haut.

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Löwen im Kariega

Es waren unheimlich tolle Erlebnisse, die man kaum beschreiben oder in Bildern zeigen kann. Man muss das selbst erlebt haben 🙂

Ins Reich der Elefanten

Der Addo-Elephant-Nationalpark ist der drittgrößte Nationalpark Südafrikas. Er beherbergt ca. 600 Elefanten auf 180.000 Hektar und ist somit das am dichtesten besiedelte Elefantenschutzgebiet Afrikas. Und genau dass war unser Tagesziel.

Wir haben recht schnell eine erste Herde dieser großartigen Tiere gefunden und konnten sie minutenlang beobachten.

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Elefanten am Wasserloch

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Groß und Klein

Neben den Elefanten leben hier auch weitere Arten. Zebras, Kudus und Warzenschweine haben wir selbst gesehen. Löwen, Büffel und Nashörner haben sich aber nicht blicken lassen.

Ab morgen geht es 2 Tage in das Kariega Game Reserve und hier ist die Chance auf weitere Tierbegegnungen sehr hoch.

Von Paarl, über Oudtshoorn, nach Graaff-Reinet

Die letzten 2 Tage waren wir viel unterwegs und haben viel gesehen. Von Paarl ging es über Oudtshoorn, durch die Karoo nach Graaff-Reinet.

Unter anderem haben wir einen Abstecher in die Seweweekspoort-Schlucht unternommen. Eine schöne, felsige und raue Umgebung. Wegen der vielen Puffottern in der Gegend war es ratsam nur auf der Schotterstraße zu spazieren.

Seweweekspoort

Seweweekspoort-Schlucht

Zu unserer Unterkunft in Oudtshoorn gehörte eine Straußen- und Alfalfafarm. Der Besitzer hat uns ein Menge über die Aufzucht der Riesenvögel erzählt und uns einen Einblick in den Farmalltag gegeben. Da bekamen einige, zumindest kurzzeitig, ein schlechtes Gewissen weil es zum Abendessen Straußensteak gab, was wirklich gut war 🙂

Nach einem Besuch der Cango-Tropfsteinhöhlen am Fuße der Swartberge sind wir durch die karge und weite Landschaft der Karoo in Richtung Graaf-Reinet gefahren.

Karoo

Landschaft in der Karoo

Hier haben wir den ersten Nationalpark, den Camdeboo-Nationalpark, besucht. Dort haben wir fünf Kudus gesehen. Innerhalb des Nationalparks besichtigten wir das Valley of Desolation und hatten von dort einen schönen Ausblick auf die Weite der Karoo, auf Graaf-Reinet und den Sonnenuntergang.

Sunset Karoo

Sonnenuntergang in der Karoo

Karoo Heaven

Himmel über der Karoo

Reiseziel: Südafrika

Dieses Mal sollte es also nach Afrika gehen und als Einstieg dachten wir uns wäre Südafrika perfekt. Nur wenige Länder haben eine so faszinierende Geschichte wie die „Rainbow Nation“. Außerdem haben wir bereits viel von den traumhaften Landschaften, der tollen Tier- und Pflanzenwelt, den zahlreichen Naturparks und dem kristallblauen Meer gehört.

Am Ostersonntag ging es los, gestartet sind wir in Hamburg und nach knapp 15 Stunden Reisezeit in Kapstadt gelandet. Direkt am Flughafen haben wir unsere 6 Mitreisenden und unsere Reiseleiterin getroffen. Zum ersten Mal haben wir uns für eine durchorganisierte und geführte Rundreise entschieden. Fazit nach dem ersten Kennenlernen: mit der Gruppe sollte es sich 2 1/2 Wochen aushalten lassen 🙂

Vom Flughafen ging es nach Paarl. Dort befindet sich unsere erste Unterkunft, eingebettet in eine Olivenplantage, auf einem herrlich angelegten Grundstück mit Blick auf die Weinberge und die Klein-Drakenstein-Gebirgskette. Der Besitzer gab uns einen kleinen Einblick in die „Olivenkunde“. Natürlich durften wir auch das hier hergestellte Olivenöl probieren.

Von Paarl aus starteten wir am nächsten Tag zum Drakenstein Gefängnis (ehm. Victor Verster Gefängnis), in dem Nelson Mandela seine letzten Haftjahre verbrachte und wo er nach 27 Jahren am 11.02.1990 in die Freiheit entlassen wurde.  Schon beeindruckend wie er sich für sein Land eingesetzt hat. Amora, unsere Reiseleiterin, sagte passende dazu: „Die heutige Jugend Südafrikas sollte sich nicht in ihren Hass reinsteigern, sondern gemeinsam für eine wieder bessere Zukunft kämpfen“. Am Rande sei erwähnt: gestern starb Winnie Mandela, die letzte Frau von Nelson Mandela.

Nelson Mandela Drakenstein Correctional Centre

„Long Walk to Freedom“ – Nelson Mandela

Weiter ging es nach Franschhoek, einem hübschen französischen Städtchen, welches neben seinem idyllischen Ortsbild einen interessanten Einblick in die Siedlungsgeschichte Südafrikas bietet. Auf dem Rückweg zum Hotel  hielten wir an einem kleinen Weingut, wo eine Weinverkostung stattfand. Unsere ersten 1 1/2 Tage hier boten genug Freiraum zum Relaxen, was auch gut war nach einem Nachtflug mit kaum Schlaf 🙂 , ab morgen wird sich das ändern…

Hugenottendenkmal Franschhoek

Am Hugenottendenkmal in Franschhoek

Whistler

Unsere Rundreise führte uns als nächstes nach Whistler.

Whistler ist ein schöner, moderner, durch die olympischen Winterspiele 2010 geprägter Ort, der sich vor der Kulisse zweier majestätischer Berge (Whistler Mountain mit 2.180 m und Blackomb Peak mit 2.440 m) erstreckt. Besonders beliebt ist er bei Wintersportlern und Mountainbikern. Aber auch für alle anderen gibt es jede Menge zu erleben.

Wir haben mit einem Stadtbummel begonnen und haben uns die olympischen Ringe am Whistler Olympic Plaza angesehen. Drum herum gibt es viele, gemütliche Sitzmöglichkeiten um die Sonne zu genießen. Es ist alles sehr schön angelegt und dadurch, dass es eine autofreie Zone ist, absolut entspannt.

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Whistler Olympic Plaza

Um einen traumhaften Blick über die Berge, die Seen und das Tal zu bekommen, laden die Seilbahnen ein. Die Erste bringt einen von Whistler aus ca. 1.500 m hoch zum Whistler Mountain. Dort angekommen wartet das Highlight schlechthin, die „Peak 2 Peak Gondola“. Es handelt sich dabei um eine Luftseilbahn, die die beiden Skigebiete am Whistler Mountain und am Blackcomb Peak miteinander über das steile und tief eingeschnittene Tal des Fitzsimmons Creek hinweg verbindet. Sie hat gegenwärtig die größte Spannweite (über 3.000 m) aller Luftseilbahnen und die höchste Höhe über Grund (436 m). Es ist absolut verrückt, aber wir haben es wirklich getan, wir sind auch mitgefahren. Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, einer von uns hatte Spaß und der andere hat es einfach gehofft zu überleben 😉 Es ist wahnsinnig und immer noch schwer fassbar was technisch alles möglich ist. Im Winter führt vom Blackcomb Peak eine „normale“ Seilbahn wieder runter ins Tal, aber da derzeit noch Nebensaison ist gibt es nur den Weg zu Fuss oder den gleichen Rückweg, identisch zum Hinweg.

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Peak 2 Peak

Als wären die aufregenden Gondelfahrten nicht schon genug für Angsthasen, haben wir uns am Folgetag noch in ein Wasserflugzeug gewagt 🙂 Wir haben einen 30minütigen Rundflug um Whistler gemacht. Auch das war total aufregend, krass wie nah man damit den Bergen kommen kann. Aber manchmal hat es auch ganz schön geruckelt, aber wie Ihr lesen könnt, auch das habe ich bzw. wir überstanden 🙂

 

Von Whistler aus geht es weiter nach Vancouver, dort werden wir in Kürze die Heimreise antreten.

Ein toller Tag :-)

An dem heutigen Tag haben wir viele Kilometer mit dem Auto zurück gelegt, haben tolle Wasserfälle und Schwarzbären gesehen 🙂

Gegen 9 Uhr sind wir in Clearwater gestartet. Unsere erste Station war der Wells Gray Provincial Park, er ist bekannt für seine Naturschönheiten und für Bärensichtungen.  Wir haben an mehreren Plätzen Halt gemacht und die wunderschöne Landschaft genossen. Unser absolutes Highlight war dabei der Helmcken Wasserfall, der durch seine Höhe von 141 m der vierthöchste Kanadas ist und beeindruckend mächtig wirkt.

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Helmcken Wasserfall

Wir haben drei Nationalparks (Yoho-, Banff- und Jaspernationalpark) besucht, viele Bärenwarnschilder gesehen und von häufigen Bärensichtungen gelesen. Wir haben bisher keine gesehen. Unterwegs hatten wir von einer Werbung für eine „River Safari“ gelesen, bei der man mit etwas Glück Bären vom Wasser aus sehen kann. Kurzerhand haben wir uns dazu entschlossen und haben uns auf den Weg zum Blue River gemacht. Zusammen mit acht weiteren Neugierigen und Cam, unserem Bootsführer, ging es per Jetboot auf Tour. Das Wetter war perfekt. Mit dem Jetboot sausten wir über den River.

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Blue River

Als wir uns dem Ufer näherten wurde auf den Elektromotor umgestellt und wir mussten alle leise sein. Und tatsächlich hatten wir Glück an zwei Stellen haben wir Schwarzbären gesehen. Sie schienen sich durch unsere Anwesenheit überhaupt nicht stören zu lassen. Sie spazierten über Stock und Stein ruhig und gelassen am Ufer entlang. Beeindruckend und ein besonderes Erlebnis.

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Schwarzbär am Blue River

Nach der Tour ging es für uns noch weiter nach 100 Mile House. Inzwischen wurde es schon langsam dunkel, aber es half nichts das Hotel war gebucht und bezahlt also stand das Ziel fest. Und plötzlich sehen wir ein weiteren Bären, er geht einfach vor unseren Augen über die Straße – Wahnsinn.

Maligne Lake

Unser nächstes Ziel führte uns aus dem Banff Nationalpark in den Jasper Nationalpark. Unser Hotel war direkt in Jasper, der Namensgebenden Gemeinde mitten im Nationalpark. Auf dem Plan stand der Besuch des Maligne Lake, etwa 50 km südlich von Jasper. Im See liegt mit der Insel Spirit Island eines der Wahrzeichen der kanadischen Rocky Mountains und dem Postkartenmotiv schlechthin.

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Boat House am Maligne Lake

Für uns ging es dann mit der Maligne Lake Cruise über den See zur Spirit Island. Schon die 45 Min Bootsfahrt sind bei dem Wetter und der Kulisse ein Traum.

Mount Charlton

Mount Charlton

Angekommen an der Spirit Island ist der Anblick mit dem Panorama schon toll.

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Spirit Island

Auf unserer Weiterfahrt nach Clearwater hatten wir dann unsere erste Tierbegegnung, abgesehen von den Chipmunks 🙂 , ein Watipi-Bulle überquerte seelenruhig die Straße. Wirklich riesig das Tier….

Columbia Icefield

Endlich (wieder) gutes Wetter 🙂 – und dass an dem Tag, an dem es zum Gletscher hoch gehen soll.

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toller Ausblick….

Um 10 Uhr ging es los….wir haben uns für die „Glacier Adventure Tour“ entschieden, denn wann hat man einmal die Gelegenheit, einen Gletscher zu betreten. Direkt vom Hotel, gegenüber vom Gletscher, ging es mit dem Ice Explorer hinauf auf das Eisfeld. Oben angekommen kann man einen Teil des Gletschers erkunden. Es war ziemlich kalt und windig, aber trotzdem ein klasse Ausflug. Es hat uns sehr gut gefallen 🙂

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Athabasca-Gletscher

Unser Fahrer Bruce hat viel über Gletscher und deren Entstehung, aber auch dem immer schnelleren Verschwinden der Gletscher erzählt. Die 1 1/2 Stunden vergingen wie im Fluge.

Columbia-Eisfeld

Blick vom Hotel in Richtung Columbia Icefield

 

Auf zum Icefields Parkway

Nach 2 Tagen in Banff ging es weiter Richtung Norden auf dem Icefields Parkway, eine der schönsten Fernstraßen der Welt. Sie führt durch die Berglandschaft der kanadischen Rocky Mountains, zwischen Lake Louise und Jasper.

Ein Highlight entlang der Route ist das Columbia-Eisfeld, in dessen unmittelbarer Nähe wir unser Hotel haben. Auf dem Weg dorthin gibt es noch weitere interessante Orte, für die es sich lohnt zu stoppen. Zum Beispiel dem Johnston Canyon am Bow Valley Highway. Vom Parkplatz aus in einer guten halben Stunde zu erreichen. Übrigens auch sehr beliebt bei Hundebesitzern 😉 Da viele Hunde mit uns auf dem Weg zum Canyon waren.

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Johnston Canyon

Bei einem kurzen Halt, direkt an der Straße, hatten wir diesen schönen Blick auf die Waterfowl Lakes. Übrigens der Rauch hat sich dank der heutigen ausgiebigen Regenschauer verzogen. Wir wollen uns nicht beschweren, nun sehen wir schon deutlich mehr. Wir geben die Hoffnung nicht auf, die tollen Berge auch noch bei Sonne zu sehen 🙂

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Waterfowl Lakes

Nach den Waterfowl Lakes ging es zum Mistaya Canyon. Ein kurzer Fußweg führt durch Nadelwald bergab über eine alte Holzfällerstraße zu dem Canyon.

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Mistaya Canyon

Von Vancouver bis Banff

Von Vancouver ging es weiter über Summerland und Revelstoke nach Banff.

Kanada hat leider immer wieder mit Waldbränden zu kämpfen, so auch mancherorts momentan. Die Regionen um dem Okanagan Lake bzw. Summerland und Revelstoke sind davon auch betroffen. Dadurch konnten wir so manche Naturschönheit in dieser Gegend gar nicht sehen oder nur durch die Umrisse erahnen.

Vor unserer Weiterreise nach Banff hatten wir ein besonderes Frühstückserlebnis. Wir mussten dafür mit der Seilbahn rauf zum Frühstücksrestaurant fahren. Für einen von uns eine Freude, für den anderen nicht 🙂

Auf dem Weg nach Banff gab es tolle Highlights: Emerald Lake, die 254 m hohen Takakkaw Falls, die Natural Bridge, die Lakes Louise und Moraine. Jedes für sich absolut beeindruckend. Bedingt durch den Rauch der Waldbrände konnten wie die Berge nur ganz leicht sehen. Aber wir waren froh, dass wir überhaupt was gesehen haben und nicht nur von Rauch umgeben waren.